PYC - kurz und knapp 02-2018

Jugendversammlung im Potsdamer am 7. Januar 2018

Kurz vor dem Neujahrsempfang des PYC fand auf Einladung von Hartmut Papenthin und Jürgen Waldheim die fast schon traditionelle Jugendversammlung statt mit diesen Themen:

  • der Red Bull Youth America's Cup 2017 mit Freddie Eichhorst,
  • Svenja Weger und ihr Weg zur Olympiade 2020,
  • die Situation des Teams für die Deutsche Segelbundesliga DSBL,
  • die jüngsten Segler erhalten ihre Jüngstensegelscheine (und ein kleines Präsent).

Der Red Bull Youth America’s Cup (RBYAC)

Ein Hauch vom America‘s Cup, nicht nur die Gischt fliegt in vollen Zügen, auch die Boote fliegen ab 9 kn mit nur minimalem Wasserkontakt, dazu die akrobatischen Wechsel der Positionen auf den Bootsrümpfen im Sekundentakt – dies ist die die global agierende Welt des Nachwuchses der Segelelite für die Großen, gezeigt von Team-Germany-Mitglied Freddie Eichhorst, in einem Video. Die RBYAC-Regatten sollen das Sprungbrett zum professionellen Segeln sein. Und es führte zu dem Gefühl, dass unsere klassische Regattaausübung von dieser Welt sternenweit entfernt ist. Wer in diese Welt eintauchen möchte, hier ein Link.
Freddie Eichhorsts Weg zu dieser Regatta war zunächst sehr irdisch, da er trotz intensiver körperlicher Vorbereitung bei den Castings der 500 Bewerber für das deutsche Team nicht zu den Auserwählten gehörte. Wenig später kam ihm sein Leichtgewicht zu Hilfe, da das deutsche Team ein zu hohes Gesamtgewicht (max. 560 kg für die 6-Mann-Crew) auf die Waage brachte. Die Altersgrenze ist übrigens 19 bis 24 Jahre und: Das RBYAC ist vollkommen privat finanziert! Nach einigen Trainingsregatten in Oman, Mallorca ging‘s in die AC-Village auf den Bermudas zu den eigentlichen Regatten. Das deutsche Team (mit Freddie Eichhorst) belegte in der Qualifikation den 2. und im Finale den 7. Platz. – Respekt!

Das Ziel: Tokio 2020 – Die Kandidatin: Svenja Weger

Im Vergleich zu den High-Speed Booten ist der Laser Radial mehr ein Spielzeugschiffchen, doch die notwendige körperliche Fitness und vor allem das Gefühl für das Austarieren des Lasers sind mindestens vergleichbar, und deshalb ist er die seglerische Heimat für Svenja Weger (facebook).
Der erste Weltcup der neuen Saison 2018 startet im Januar in Miami! Und damit es auch erfolgreich für Svenja (und den Club) wird, werden dringend Sponsoren zur Finanzierung für das notwendige Trainingsmaterial (schön wären drei Boote) gesucht.
Studium und intensives Krafttraining, Studium und Taktikschulung, Studium und jeden Tag Segeltraining – geht das überhaupt? Vermutlich wird das Studium (der Psychologie in Kiel) zu kurz kommen müssen.

Der PYC und die Segelbundesliga (DSBL)

Die 2013 gegründete Segelbundesliga (DSBL) hat sich in der Segelszene etabliert. 36 Vereine (in zwei Klassen) und 468 Segler sind Teilnehmer, gesegelt wird auf Einheitstypen der J/70, einem Kielboot mit 794 kg Gewicht und 30 bzw. 73 m2 (mit Gennaker) Segelfläche. Nachdem 2016 der Aufstieg in die 1. SBL geschafft worden war, musste der PYC 2017 wieder zurück in die 2. SBL. Freddie Eichhorst konnte die Gründe hierfür klar benennen: Zum einen hat das gewachsene Prestige der DSBL zu einer enormen Aufrüstung an Trainingsbooten und Trainingszeiten (drei- bis viermal wöchentlich!) geführt, zum anderen war die Organisation im Club für die 10- bis 15-köpfige Crew nicht notwendig optimal.
Um dem Ziel für 2018, dem (Wieder)-Aufstieg in die 1. SBL, näher zu kommen, soll im Februar eine Versammlung im Club stattfinden, bei der vor allem darüber gesprochen werden soll, was bei unserem Team anders werden soll.

Und was gab‘s für die Jüngsten?

Überreicht von Thomas Läufer erhielten diese ihre Jüngstensegelscheine, einen (wasserdichten) Futternapf für die langweiligen Flautenstunden und viel Applaus vom Publikum. Wobei Thomas Läufer nicht vergaß, viele gute Platzierungen zu erwähnen, aber auch manchen Seglern zum Abschied die Hand zu drücken.

Rainer Didszuhn

 

Siegerehrung im PYC

Das lange gehegte Geheimnis ist gelüftet: Die hardROCK (Melges 24, Steuermann: Jens Hartwig, Crew: Mathias Steinbrecher, Desiree Hoffmann, Mirko Krüger, Willi Wutzler, Sebastian Freytag, Ernst Meyer) gewinnt die PYC-Clubmeisterschaft, und damit für den Potsdamer Yacht Club auch das Yardstick Triple aus Jubiläums Cup, Ferienregatta und Clubmeisterschaft! Die Reaktion der Sieger: „Das war ein hartes Stück Spaß und Stress! Wahrscheinlich bleibt dieser Erfolg auch einzigartig für die nächsten Jahrzehnte. Das zu wiederholen scheint unmöglich nach Meinung des Steuermanns. Der Erfolg ist Balsam für uns nach einer verkorksten Match-Race-Saison 2017 (3. Platz Match-Race-Rangliste).“

Das Canvas-Racing-Team mit Peter Knauft am Steuer errang den zweiten Platz, Daniel Ebeling und sein Team auf der Sweet Sixteen schaffte den dritten Rang, Auf den Plätzen 3 bis 5 folgten RUCKZUCK (Hans-Peter Fink), Trapezia (Tobias Schlüter) und Mistral (Dr. Klaus Hunger). Allen herzliche Gratulation für den Erfolg! Die gesamten Ergebnisse der 27. Clubmeisterschaft sind hier nachzulesen.


Mathias Steinbrecher, Mirko Krüger, Jens Hartwig (v.l.), Fotos: Jens Hartwig

Termine

N. Dreifürst/M. Diesselhorst, Marmaris International Race 2017: Mittwoch, 17.01.2018, 19.00 Uhr
Michael Jokisch: Hackerangriffe auf die Seeschifffahrt: Mittwoch, 24.01.2018, 19.00 Uhr
Potsdamer Abend: Freitag, 26.01.2018, 18.00 Uhr

Montag, 29.01.2018, bis Sonnabend, 24.02.2018, bleibt die Gastronomie geschlossen

Jahreshauptversammlung: Sonntag, 25.02.2018, 16.00 Uhr
Joachim Goers, Bericht und Bilder vom Seeseglertreffen 2017: Mittwoch, 28.02.2018, 19.00 Uhr und anschließend:
Seeseglerabend mit Seeseglerobmann Jörg Bardeleben

 

Bernhard Seidel, 14.01.2018